Quer Blick im CSD
 |  | Katzenball - Schweizer Lesbengeschichte im Film Vorpremiere mit Veronika Minder Schweiz, 2006, Regie: Veronika Minder, Preisträger Berlinale-Teddy Sonntag, 2. Juli 2006, 18 Uhr in der Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln |
Frauenliebende Frauen gab es schon, bevor man sich für sie zu interessieren begann. Sie prägten die Bohème in den Schweizer Städten, wo sich in den 40er und 50er Jahren, anders als in den Nachbarländern, eine homosexuelle Subkultur entfalten konnte. Aus der Sicht unterschiedlichster Frauen führt der Film auf eine spannende Zeitreise und bietet dabei einen höchst vergnüglichen Einblick in 100 Jahre Zeit- und Kulturgeschichte. Persönliches und Historisches, Anekdotisches und Zeitdokumente bilden eine Collage, ein differenziertes Bild vom Anders-Sein und der Identitäts-Suche in einer Zeit, als es das "Lesbisch-sein" so noch gar nicht gab.
Das Quer Blick Team der Feminale lädt zur Diskussion mit der Filmemacherin ein.
Das Gespräch mit Veronika Minder führt Carla Despineux.
Veranstalterinnen: Feminale e.V.; Filmpalette
Eintritt: 6,50 Euro
Kartenvorreservierung: 0221 / 12 21 12
 |  | Katzenball - 60 Jahre Schweizer Lesbengeschichte im Film Ein einzigartiger, preisgekrönter Dokumentarfilm von Veronika Minder Donnerstag, 6. Juli 2006, 19 Uhr in der Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln |
Ausgangspunkt sind Gespräche mit fünf liebenden Frauen in der Schweiz. Die jüngste ist 25, sie erlebte ihr Coming Out völlig selbstverständlich. Die älteste ist 1912 geboren, war zweimal verheiratet, hat Kinder und begegnete 1953 der Frau ihres Lebens. Altersmäßig dazwischen liegen die Biographien einer Mode-Designerin, einer Feministin und einer Fotografin. Virtuos hat Veronika Minder die Erzählungen der verschiedenen Frauen mit Zeitdokumenten verknüpft.
Wo hinterlassen frauen- und lesbenbewegte Frauen ihre Spuren in der (Film-)Geschichte? Irene Franken vom Frauengeschichtsverein, Carolina Brauckmann von den Lesbischen ALTERnativen und das Quer Blick Team der Feminale laden ein zur anschließenden Diskussion.
Veranstalterinnen: Feminale e.V.; Kölner Frauengeschichtsverein; Lesbische ALTERnativen, Rubicon
Eintritt: 6,50 Euro
Kartenvorreservierung: 0221 / 12 21 12
 |  | Yarim Hayatlar - Halbes Leben von Claudia Laszczak und Kay Wishöth Filmdokumentation (OmU) mit anschließender Diskussion präsentiert von RUBICON + baraka in Kooperation mit der Feminale. Samstag, 8. Juli 2006, 18 Uhr in der Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln |
Schwulsein ist heute in der Türkei als einzigem islamischen Land zwar keine Straftat mehr, aber noch weit davon entfernt, als sexuelle Identität akzeptiert zu werden. Homosexuelle werden in der Türkei nur geduldet, solange sie unsichtbar bleiben. Wer sein Coming Out trotzdem wagt, setzt seine Existenz leicht aufs Spiel. Aus Angst schweigt die große Mehrheit der türkischen Gays und führt stattdessen ein Doppelleben. Doch viele wollen sich nicht länger verstecken. Aber wer sich zeigen will, braucht Mut. Die 60-minütige Dokumentation porträtiert drei Schwule, eine Lesbe und eine Transsexuelle, die in Istanbul leben. Sie berichten über ihre Erfahrungen im türkischen Alltag – wie sie denken, was sie fühlen, mit welchen Reaktionen ihres Umfelds sie konfrontiert sind.
Anschließend findet ein Filmgespräch mit den FilmmacherInnen, Arif Ünal vom Gesundheitszentrum für Migrantinnen, Azize von Türkgay und Deniz von SchLAu (Schwul-Lesbisches Aufklärungsprojekt)statt, zu dem Sie herzlich eingeladen sind.
VeranstalterInnen: RUBICON in Kooperation mit baraka und dem Feminale e.V.
Kontakt: Mo Lilge, mo.lilge@rubicon-koeln.de, Tel: 0221 / 27 66 999 22