25 Jahre und nicht klein zu kriegen: Feminale feiert ihr Jubiläum
Am Samstag, 26. September 2009, ab 20:00 Uhr im Kölner Filmhaus mit Empfang,  filmischen Kleinoden und dem Dokumentarfilm STORY
 
Avantgardistisch – Experimentell – Innovativ – Queer: Das älteste FrauenFilmFestival Deutschlands macht als Verein in Köln weiter und lädt aus Anlass des 25jährigen Jubiläums zu einer Filmparty am Samstag, 26. September 2009, ab 20:00 Uhr ins Kölner Filmhaus ein. 
 
UNSER JUBILÄUMSPROGRAMM 
 
20:00 Uhr: Sekt- und Snack-Empfang im Foyer 
21:30 Uhr: STORY von Dana Ranga im Filmhaus Kino Köln (Dokumentarfilm, Deutschland 2003, 87'; anschl. Filmgespräch mit der Regisseurin und Autorin) Kino-Eintritt: 6,50 €. Frei für Mitfrauen, Good Girls und geladene Gäste. 
Open-End: mit filmischen Schätzchen aus dem Archiv 
Für die passende Musik am gesamten Abend sorgt 
klangtapete by MISS YOKOMONO and andi meiers: www.andimeiers.de 
 
Zum 25jährigen Jubiläum ein Film zum 50jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung – und zwar Feminale-like aus einem ganz speziellen Blickwinkel! Dana Ranga zeigte ihren Dokumentarfilm bei der Feminale 2004 und bezauberte damals nicht nur unser Publikum. Viele Festivals, Preise und Auszeichnungen später hat der Film nichts an seiner Faszination und Aktualität verloren. 
 
STORY 
Regie und Buch: Dana Ranga 
(Kamera: Francisco Gozon, Sound: Thomas Mahler, Musik: Miron Jakupovic, Stills: Story Musgrave) 
 
Was hat die Raumfahrt dem Menschen bisher gebracht, außer unverständlicher Technik und noch mehr Militärs? Story Musgrave, erfahrenster amerikanischer Astronaut, ein Mann der mit 61 das sechste Mal ins All flog, spricht über den Preis, den ein Mensch zu zahlen hat, wenn er die radikalste aller Entwurzelungen unternimmt. Es ist das erste Mal, dass ein Raumfahrer offen spricht und es auf eine Weise unternimmt, die uns mitempfinden lässt… 
 
Ein kleines Kind, das nachts im Wald Schutz sucht. Ein junger Mann, der einen Teil seiner Familie durch Unfälle und Selbstmord verliert. Ein Vater von sechs Kindern, der seine Abenteuer in der Wissenschaft sucht. Ein Astronaut, der den Tod im Himmel berühren will und dabei in der Welt der Schwerelosigkeit sein Selbst begreift. Der Einzige aus dem exklusivsten und verschwiegensten Club der Welt, der bereit ist, uns auf seine Reise mitzunehmen, zuerst ins All und dann wieder zurück auf die Erde. Doch wie kann man wieder zurück, wenn man keine Wurzeln mehr hat? 
 
STOTY ist ein experimentelles Porträt, ästhetisch eigenwillig und provokativ. Mit essayistischen Mitteln versucht dieser Film einen Menschen nahe zu bringen, dessen Erfahrung den meisten von uns verwehrt bleiben wird – die Reise ins All. Doch mehr als das ist STORY eine Reise um das Selbst, auf einer poetischen Umlaufbahn. 
 
"Anhand der Genauigkeit der Details und der feinsinnigen Wiederherstellung der poetischen Erleuchtung, die diesen Menschen leitet, bringt der Film das Gefühl des Schwebens im Weltraum nahe. Nichts stört die Bildebene, die auf eine einzige Einstellung (das Gesicht) und auf einen einzigen Ton (die Stimme) reduziert ist – das berauschende Selbstgespräch magnetisiert den Zuschauer...Hypnotisierend und originell."(Cahiers du Cinema, Frankreich) 
 
"Dana Rangas experimenteller Videofilm 'Story' ist das ganz und gar obsessive Selbstporträt des US-Astronauten, Poeten und Mediziners Story Musgrave (was für ein Vorname!), das sich trotz aller historischer Akuratesse wie ein Sci-Fi-Film ausnimmt. Wie David Bowies Major Tom kreist Musgrave allein im All und erzählt im Flüsterton von einem Leben, das sich allmählich zur Geschichte des Traums von der militärischen Weltbeherrschung, zur Übersteigerung eines American Way of Life verdichtet, um im stärksten Bild im Schaukasten eines Naturkundemuseums zu landen: Homo erectus, Homo sapiens und Space man."(Der Standard, Österreich) 
 
Auszeichnungen 
Preis der Jugendjury, Leipzig 2003 
Auszeichnung für innovative Dokumentarfilmsprache, Marseille 2003 
Gold Remi Award, Worldfest Houston 2004
 
Story Musgrave, dienstältester Astronaut der Welt, Poet und kritischer Gesprächspartner von Dana Ranga
 
 
Faszination Weltall: 50 Jahre nach der ersten Mondlandung gehen die Experimente am Menschen mit Übungen zum bemannten Marsflug in die nächste Stufe über.
 
 
Dana Ranga
Preisgekrönte Regisseurin und Autorin
 
Dana Ranga wurde 1964 in Bukarest (Rumänien) geboren. Sie studierte Medizin (Universität Bukarest), Filmwissenschaft, Publizistik und Kunstgeschichte (Freie Universität Berlin). Ihre Magisterarbeit behandelte die Musikfilme der DEFA. 
 
Die Kurzfilme ON THE MOVE (1992, 10 min.) und EINZELGÄNGER (1994, 20 min.) entstanden nach Choreographien der holländischen Tänzerin Gonnie Heggen. Beide Filme wurden in New York, Montreal, Amsterdam und Berlin aufgeführt. Als Autorin realisierte sie einen Film über Frauen aus der Republik Moldau, die immer noch die Folgen der stalinistischen Politik zu tragen haben: EIN HERZ UND ZWEI SEELEN (1993, 30 Min.) für den ORB/RBB. 
 
EAST SIDE STORY (1997, 77 min.), ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm, der bei der Feminale lief, ist eine Arbeit über sozialistische Musikfilme. Festivalaufführungen: Sundance, Berlin, Seattle, Tampere, München, Banff, Sydney, San Remo, Karlovy Vary, Edinburgh, San Sebastian, Sao Paulo, Wien, Tokio, New Delhi, Ljubljana, Pusan, Marseille. STORY (2003, 87 Min.), das Porträt des dienstältesten Astronauten der Welt, wurde außer auf der Feminale in Marseille, Vancouver, Leipzig, Sheffield, Duisburg, Amsterdam/Shadow, Belfort, Semarang, Buenos Aires, München, Chicago/Doc, Houston, Barcelona, Ronda, Infinity Film Festival, Jeonju, Kampala und Sao Paulo gezeigt. COSMONAUT POLYAKOV (2007, 110 min.), das Porträt des russischen Kosmonauten Valery Polyakov, der die längste Zeit im All verbrachte, wurde in der Recherche von der DEFA-Stiftung unterstützt. Bisherige Festivalaufführungen: Marseille, Procida, Sao Paulo, A Coruna und Mar del Plata. OH, ADAM, ein abendfüllender Dokumentarfilm, der das religiöse Leben in einem rumänischen Dorf betrachtet, wurde dieses Jahr fertig.