Riot Grrrl is not dead… She simply grew up to be a riot lady!
Die Feminale präsentiert Filme und Performances von Künstlerinnen
Die Feminale präsentiert Filme und Performances von Künstlerinnen, die, beeinflusst von der Riot Girl Bewegung der 90er Jahre, heute Popkultur, etablierte Kunstwelt und den Filmmarkt mit (post-)feministischen Strategien aufmischen.
Mittwoch, 21.November 2007, 21.00 Uhr in der Filmpalette:
Kill Rock Stars - Musikvideos
Von Sadie Benning wurde das Video "Aerobicide" (Julie Ruin) und von Miranda July das Video "Get Up" (Sleater Kinney) im selben Video Fanzine über Kill Rock Stars vertrieben. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von bekannten und unbekannteren Regisseurinnen, die sich auf dem männlich dominierten Feld der Musikvideoproduktion bewegen und deren Arbeiten wir in einem vierten Programm zeigen möchten. Deborah Schamoni, Angie Reed und Mariola Brillowska sind als deutsche Vertreterinnen zu nennen.
Mittwoch, 7. November 2007, 21.00 Uhr in der Filmpalette:
Retrospektive Sadie Benning
Die frühen Arbeiten von Sadie Benning, die bereits mit 16 Jahren begann, mit einer Fisher-Prize-Spielzeugkamera Videos zu drehen, die ihre Identität als lesbische amerikanische Teenagerin reflektierten, gehören heute mit ihrer unpolierten Machart – die Videos mussten in der Kamera geschnitten werden – zu den wichtigsten Arbeiten der Videokunst. Introspektion war einer der viel verwendeten Ausdrücke und die Videokamera erschien als das geeignete Instrument, um eine Subjekt-Positionierung sowie einen Blickwechsel vorzunehmen.
Sonntag, 3. und Montag, 4.November 2007, jeweils 21.00 Uhr in der Filmpalette:
Me and you and everyone we know
- von Miranda July -
Miranda July spielt die erfolglose Künstlerin Christine, die ihren Lebensunterhalt mit einem Fahrdienst für Senioren bestreitet. Sie verliebt sich in den Schuhverkäufer Richard, dessen Frau ihn gerade verlassen hat und dem die Gesprächsthemen mit seinen Söhnen ausgehen. Mit ihrem ersten Langspielfilm "Me And You And Everyone We Know" vollführte Miranda July den Sprung zur Spielfilmregie mit erstaunlichem Geschick und schöpferischer Vision.
Samstag, 3. November 2007, 21.15 in der Filmpalette:
Kurzfilme von Miranda July
- in Kooperation mit unlimited #2 in der Filmpalette
All den Projekten von Miranda July ist ein starker Bezug auf die Alltagskultur und auf das vermeintlich Banale gemein, das jedoch durch einen schrägen Blick oder unerwartete Interventionen so verfremdet wird, dass es beinahe surreal erscheint. Ihre Kurzfilme wurden in New York im Museum Of Modern Art und im Guggenheim Museum gezeigt und fanden auch international großen Anklang.
Freitag, 2. November, 22.30 Uhr in Düsseldorf:
Angie Reed (Chicks on Speed Records, Berlin)
- Musik-Performanceim Salon des Amateurs, Düsseldorf, Eintritt: 5,- € -
Die Performance von Angie Reed ist multi-mediales Gesamtkunstwerk aus Popkonzert, Stand-up-Comedy, Musical und Theater. Music for the lazy and not the bureaucrazy! Musikalisch weit über das Klischee des Elektroclashs hinausgehend kreiert Angie Reed eine Mixtur aus Drum Machines, kruden Synth-Riffs, rollenden Bässen, Garagengitarren und forderndem Rap Gesang.
Die Reihe Riot Grrrl is not dead… She simply grew up to be a riot lady! wurde zusammengestellt von Nicole Rebmann und wird unterstützt von der SK Stiftung Kultur I Förderprogramm